Grundschule Marienloh - Die Schule im Grünen

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Verkehrserziehung - Radfahrtraining in Theorie und Praxis

Eine besondere Bedeutung kommt im Rahmen der Verkehrserziehung der Radfahrausbildung zu. Viele unserer Kinder nehmen als Radfahrer bereits im Kindergartenalter am Straßenverkehr teil. Sie lernen so schon früh die Verkehrswirklichkeit kennen. Immer mehr Kinder zeigen aber gerade im Umgang mit dem Fahrrad motorische Auffälligkeiten, die im Straßenverkehr zu Unsicherheiten und Unfällen führen können. Genau dabei leisten wir einen wichtigen Beitrag, wenn wir vom ersten bis zum vierten Schuljahr ein Radfahrtraining in Theorie und Praxis durchführen.

Fahrradtraining findet in den Klassen 1 und 2 epochal statt, d.h. von den Oster- bis zu den Sommerferien mit je einer Wochenstunde. Im dritten und vierten Schuljahr gestaltet sich das Radfahrtraining in Form einer Projektzeit. Auch hierbei werden die Klassen in Gruppen eingeteilt, damit zum einen ein effektiver Übungsablauf gewährleistet ist, zum anderen genügend Schulfahrräder  für die Fahrschüler zur Verfügung stehen. Selbstverständlich besteht für jedes Kind Helmpflicht. Deshalb sind wir der Meinung, dass jedes Kind einen gut passenden eigenen Helm zur Verfügung haben sollte.

Die inhaltliche Schwerpunktsetzung baut vom ersten bis zum vierten Schuljahr aufeinander auf (Spiralprinzip).In Jahrgang 1 und 2 steht das motorische Radfahrtraining im Mittelpunkt. Uns ist es wichtig, das Verkehrsverhalten der Kinder zu verbessern und sie sicher im motorischen Umgang mit dem Fahrrad zu machen. Aus diesem Grund beginnen wir das Radfahrtraining bei Kindern mit motorischen Schwierigkeiten  mit dem Roller, der ein wichtiges Gerät zur Gleichgewichtsschulung darstellt.

Gleichgewichtsschulung und Wahrnehmungstraining sind grundlegend für einen sicheren Umgang mit dem Fahrrad im Straßenverkehr. Dabei ist das Fahren mit den Rollern im Radfahrtraining integriert. Wenn möglich sollte die Übungsgruppe auf eine ½ Klassenstärke begrenzt werden. Eltern können das Radfahrtraining als Helfer mit unterstützen.Die motorischen Übungen mit dem Fahrrad werden im zweiten Schuljahr fortgesetzt. Im dritten Schuljahr spezifiziert sich das Radfahrtraining. Jetzt geht es darum, genormte Übungen, die im ADAC-Parcours zusammengefasst sind, sicher mit dem Fahrrad zu bewältigen.

Dazu gehören neben dem Fahrradcheck auch Übungen wie das Spur- und Schrägbrett fahren, Slalom – und Kurvenfahren unter erschwerten Bedingungen und das sichere Bremsen. Dazu haben wir im Sommer 2002 eigene Materialien hauptsächlich durch Elternspenden zusammengestellt. Im vierten Schuljahr liegt der Schwerpunkt auf der Radfahrausbildung durch die Polizei. Während in den Jahrgängen 1 bis 3 alle Radfahrübungen auf dem Schulhof (Schonraum) stattfinden, ermöglicht die Mithilfe der Polizei nun ein Üben im Straßenverkehr.

Übungseinheiten zum Anfahren, Vorbeifahren an Hindernissen und Rechts- und Linksabbiegen, die im Schonraum vorbereitet werden, können dann in der fast realen Verkehrswirklichkeit vertieft werden. Alle Kinder, die die Übungen begleitet haben, nehmen anschließend an der Radfahrabschlussfahrt teil. Hierzu gehören ein theoretischer Prüfbogen und eine fahrpraktische Übung. Da es uns um die Sicherheit der Kinder geht, ist es uns wichtig, auch die Eltern über die besondere Gefährdung der Kinder als Fußgänger und als Radfahrer im Straßenverkehr zu informieren. Informationsabende im ersten und im dritten Schuljahr können dazu einen guten Beitrag leisten.

Die Mithilfe der Eltern bei der Durchführung des Radfahrtrainings begrüßen wir, da es so möglich wird, Eltern die Schwerpunkte des Radfahrens im Straßenverkehrs praktisch vorzuführen.