Grundschule Marienloh - Die Schule im Grünen

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Soziales Lernen

Damit schulisches Lernen und Zusammenleben gelingen kann und ein förderliches Lernklima entsteht, in dem jedes Kind in seiner Gesamtpersönlichkeit angenommen und gestärkt wird, in dem es sein Potential entfalten kann und in dem es gleichzeitig lernt, achtsam mit sich und seinen Mitschülern und Mitschülerinnen umzugehen, müssen alle an der Erziehung der Kinder Beteiligte zusammenwirken. Dieses geschieht an unserer Schule u.a. durch gemeinsam getroffene Vereinbarungen und die Durchführung verschiedener Projekte.
In Projektwochen zu Themen wie "Gefühle zeigen - Streit vermeiden", " Ich bin achtsam mit mir und den anderen" oder "Gemeinsam spielen und kooperieren", die regelmäßig durchgeführt werden, haben die Kinder in jahrgangsgemischten Gruppen die Möglichkeit, sich selbst und andere besser kennen zu lernen und aufmerksamer wahrzunehmen.
Fünf wichtige Regeln erarbeiten wir in Form von T-Charts im Unterricht mit allen Kindern:

1. Ich halte mich an die Gesprächsregeln.
2. Ich achte auf die Zeichen.
3. Ich bin freundlich.
4. Ich halte Ordnung.
5. Ich arbeite konzentriert.
Die Einhaltung der genannten Regeln wird durch ein "Ampelsystem" in den Klassen dokumentiert.

Streitschlichter an der Kath. Grundschule Marienloh

Das soziale Lernen der Kinder voneinander und miteinander ist ein wichtiger Baustein unserer Arbeit. Damit Konflikte, insbesondere in den Pausen, vermieden bzw. friedlich und auf verbaler Ebene ausgetragen werden können, erhalten die Schülerinnen und Schüler Unterstützung durch  Streitschlichter.

Seit dem Jahr 2006 werden in jedem Schulhalbjahr interessierte und von den Klassengemeinschaften gewählte Kinder aus den dritten und vierten Schuljahren im Rahmen einer wöchentlich stattfindenden einstündigen Arbeitsgemeinschaft zu Streitschlichtern ausgebildet.

In der Arbeitsgemeinschaft finden vielfältige praktische Übungen zum Umgang mit streitenden Kindern statt. Konfliktlösungen werden in Stegreifspielen erprobt. Hier erfahren die Kinder auch, dass es wichtig ist, eigene und fremde Gefühle zu erkennen, sie zu benennen und richtig einzuschätzen.

Am Ende der „Ausbildungszeit“ steht die Streitschlichter-Prüfung. Haben die Schülerinnen und Schüler diese theoretisch wie praktisch erfolgreich abgeschlossen, können sie in der eigenen Klasse und auf dem Schulhof als Streitschlichter agieren. Dabei betrachten sie sich nicht als übergeordnete Kontrollinstanz, sondern als Helfer der Kinder. Streitschlichter-Kinder sind für alle durch ihre gelbe Warnweste als solche erkennbar.

Soziales Lernen findet auch in den einmal wöchentlich abgehaltenen Klassenratssitzungen statt. Hier bringen die Kinder u.a. eigene Probleme und Tagesordnungspunkte ein, die sie mit der Gruppe besprechen möchten.

 

Kinderkonferenzen

An unserer Schule gibt es seit dem Schuljahr 2012/13 regelmäßige Kinderkonferenzen. Aus jeder unserer Klassen sind zwei Vertreter dazu eingeladen, gemeinsam mit der Schulleitung etwa im 6-wöchigen Abstand klassenübergreifende Themen zu besprechen, die für alle Schülerinnen und Schüler der Schule von Bedeutung sind.

So haben sich die Kinder in den zurückliegenden Konferenzen darüber ausgetauscht, wie Regenpausen gestaltet werden können. Sie regten in den Klassen an, Spiele mitzubringen, die für den Fall einer Regenpause einige Wochen im Klassenraum gelagert werden. Die Flure vor den Klassen dürfen von den jeweiligen Schülerinnen und Schülern für ruhige Spiele genutzt werden. Die Kinder haben so schon einige Regenpausen verbracht, ohne dass sie langweilig waren!

Wie überall, wo viele Menschen zusammen kommen, gibt es auch Probleme zu besprechen. Ein Problem, das die Kinder häufig genannt haben, sind die Toiletten in der Schule und auf dem Schulhof. Sie müssen auch von den Schülern und Schülerinnen sauber gehalten werden, damit jedes Kind eine ordentliche Toilette nutzen kann. Entstanden ist ein kleines Blatt, das nun an jeder Toilettentür hängt, um die Kinder an das Einhalten dieser wichtigen Regeln zu erinnern, damit sich jedes Kind über eine saubere Toilette freuen kann.

Da über die Wintermonate der Rasenplatz oft aufgrund der Witterung gesperrt werden muss, sammelten die Kinder Ideen, wie eine Pause auch ohne Fußballspiel gestaltet werden kann. Außerdem gaben die Kinder Rückmeldungen zu Schulveranstaltungen, wie die Kinderoper „Bravissimo“ und äußerten Wünsche für weitere Aktivitäten mit der gesamten Schule. Mal sehen, ob wir im kommenden Schuljahr alle zusammen ins Kino fahren können!

Die Ergebnisse aus den Kinderkonferenzen tragen die Vertreter ihren Mitschülerinnen und Mitschülern im Anschluss an die Sitzung vor, so dass alle Kinder über die besprochenen Themen und verabredeten Ergebnisse informiert sind.

Die Kinderkonferenzen sind Bestandteil unseres Konzeptes zum sozialen Lernen. Die Kinder sollen erfahren, dass sie sich einbringen können und ihre Ideen und Ansichten gefragt und wichtig sind. Ihnen wird damit ein wichtiges Maß an Mitbestimmung gegeben. Auch erfahren sie, dass viele Dinge, die zur Entscheidung in der Schule anstehen, recht komplex sind und immer viele Menschen berühren.

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