Grundschule Marienloh - Die Schule im Grünen

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Grundschule Marienloh - Die Schule im Grünen

Elternpflegschaften im Februar

Im Februar finden die Elternpflegschaften aller Jahrgänge statt. Die entsprechenden Termine sind unter der Rubrik Termine zu finden. Wir freuen uns über die Teilnahme vieler Eltern.

 

Jahrgangsübergreifendes Lernen (JüL)

Die Schuleingangsphase (Klassen 1 und 2) wird an der Kath. Grundschule Marienloh mit Beschluss der Schulkonferenz vom 13. März 2012 seit dem Schuljahr 2013/14 jahrgangsübergreifend geführt.

Bereits im Jahr 2006 hat sich das Kollegium auf den Weg gemacht, Möglichkeiten der individuellen Förderung im Schulalltag grundzulegen. Dazu wurde an verschiedenen Schulen im jahrgangsübergreifenden Unterricht hospitiert, Fortbildungen zum Bereich der „Individuellen Förderung“ sowie der „Besonderen Begabungen“ durchlaufen und daraus schließlich Maßnahmen konkret umgesetzt. So wurde u.a. begabten Kindern ein fachbezogenes Springen ermöglicht, um z. B. im Mathematik- oder Deutschunterricht auf dem Stand einer höheren Jahrgangsstufe mitzuarbeiten. Die Zusammenarbeit mit den umliegenden Kindertagesstätten sowie den weiterführenden Schulen wurde intensiviert, um Übergänge bruchlos zu gestalten.

Im Jahr 2010 erhielt die KGS Marienloh schließlich das Gütesiegel „Individuelle Förderung“.

Die Evaluation dieser pädagogischen Arbeit, aber auch der Schulentwicklungsplan für unsere Schule stellen die logische Konsequenz für ein verändertes Konzept zur Schuleingangsphase dar.

Im jahrgangsübergreifenden Unterricht der Klassen 1 und 2 sehen wir eine Weiterentwicklung des Gütesiegels „Individuelle Förderung“. Daneben wird aber dieses Konzept auch einen effektiven Einsatz von Personal und finanziellen Mitteln ermöglichen und auch die Sicherung des Schulstandortes Marienloh in den Blick nehmen müssen.

Der Aufbau der jahrgangsübergreifenden Schuleingangsphase begann im Schuljahr 2012/13. Die neu einzuschulenden Kinder wurden in zwei Lerngruppen eingeschult und durchliefen ihr 1. Schuljahr wie gewohnt. Die verwendeten Materialien wurde zeitgleich an das jahrgangübergreifende Lernen angepasst.

Zum Ende des Schuljahres 2012/13 wurden die Erstklässler in 3 Gruppen geteilt, die dann im Schuljahr 2013/14 als Zweitklässler jeweils neu einzuschulende Kinder in ihre Gruppen aufgenommen haben. Von nun an sind wir in die jahrgangsübergreifende Phase eingetreten. Die Erst- und Zweitklässler werden gemeinsam unterrichtet, wobei jedes Kind möglichst auf seinem Leistungsstand arbeitet, gefördert und gefordert wird.

Das 3. wie auch das 4. Schuljahr werden weiterhin jahrgangsbezogen unterrichtet.

Der jahrgangsübergreifende wie auch der jahrgangsbezogene Unterricht haben beiderseits ihre Berechtigung und bieten jeweils Vor- und Nachteile.

Wir sehen im jahrgangsübergreifenden Lernen viele Chancen, die wir nutzen wollen.

 

Chancen des jahrgangsübergreifenden Lernens:

Soziale Erfahrungen ermöglichen:

Die Kinder üben soziales Verhalten, indem sie wechselnd Kleiner und Großer sein werden, Hilfe geben werden oder Hilfe annehmen werden.

Das Spektrum des Denkens, Könnens und der Interessen verschiedener Kinder ist durch die Altersspanne von Erst- und Zweitklässlern vergrößert, womit die Anregungen für jedes Kind steigen.

 

Altersmischung des Kindergartens fortführen:

Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist mit Trennungsängsten und Unsicherheiten verbunden. In einer jahrgangsübergreifenden Klasse treffen die Kinder ehemalige Kindergartenfreunde in ihrer Klasse wieder, die sich im Schulalltag schon auskennen. Auch für Eltern ist dies eine Hilfe, wenn erfahrene Eltern aus dem 2. Jahrgang in der Klasse mit vertreten sind.

Rituale und Unterrichtsmaterialien sind zu Schulbeginn den Zweitklässlern schon bekannt. Dadurch wird der Schulanfang für Erstklässler entlastet.

 

Heterogenität annehmen und nutzen:

Auch in jahrgangbezogenen Klassen existiert ein sehr heterogenes Leistungsspektrum, da die Unterschiede in der Entwicklung der Kinder bis zu 3 Jahre betragen.

In jahrgangsübergreifenden Klassen wird diese Heterogenität noch verstärkt, aber auch konstruktiv genutzt: Kinder unterstützen sich beim Lernen gegenseitig, da keine einheitlichen Anforderungen, sondern individuelle Lernprozesse und Fortschritte im Zentrum stehen.

Ein Rollenwechsel zwischen „Hilfe annehmen“ und „Hilfe geben“ ist durch die jährlich wechselnde Zusammensetzung der Gruppe gegeben. So haben die Kinder außerdem Freunde in der 1. Klasse aber auch in der 3. Klasse, weil sie mit ihnen gemeinsam gelernt haben. Es entsteht ein größeres Beziehungsgeflecht der Kinder untereinander und damit ein verringertes Konfliktpotenzial in der gesamten Schulgemeinschaft.

 

Selbstständiges, eigenverantwortliches Lernen:

Schule muss heute auf ein lebenslanges Lernen vorbereiten. Dabei werden Methoden der Aneignung von Wissen immer wichtiger. Lernen wird zunehmend als aktiver Prozess des Lernenden selbst verstanden, so dass das Einüben selbstständiger und eigenverantwortlicher Lernwege immer wichtiger wird.

 

Soziale Kompetenz fördern:

Die Stärkung der sozialen Kompetenz ist eine wichtige Aufgabe von Schule. Kinder lernen voneinander, geben sich wechselseitig Anregungen, helfen sich gegenseitig beim Lernen und erwerben zunehmend Selbstständigkeit.

 

Individuelles Lernen ermöglichen:

Schon lange ist bekannt, dass nicht alle Kinder zur gleichen Zeit die gleichen Lernziele erreichen können. Jedes Kind hat seine individuelle Lerngeschwindigkeit. In einem jahrgangsübergreifenden Unterricht lässt sich die individuelle Förderung besonders gut umsetzen, weil jedes Kind auf seinem Lernstand arbeitet und es ganz normal ist, dass jeder an unterschiedlichen Inhalten arbeitet, die im Augenblick seinem Lernstand entsprechen.

Vorteile der individuellen Verweildauer in der Schuleingangsphase nutzen:

Die Schuleingangsphase umfasst die 1. und 2. Klasse. Sie kann in einem, zwei oder auch drei Jahren durchlaufen werden. Die Regeldauer sind 2 Jahre (ein Jahr für den Stoff der 1. Klasse plus ein Jahr für den Stoff der 2. Klasse).

Schnell lernende Kinder können ein Schuljahr überspringen und wechseln bereits nach einem Jahr in die 3. Klasse. Andere brauchen für die Schuleingangsphase drei Jahre. Für beide bedeutet ein Rücktritt bzw. das Überspringen immer einen Wechsel der Lerngruppe und der Lehrperson. Im jahrgangsübergreifenden Unterricht bleibt für die betroffenen Kinder (egal, ob Rücktritt oder Überspringen), ein Teil der Lerngruppe bestehen und zumindest beim Rücktritt auch die Lehrperson. Bei Bedarf kann ein Erstklässler auch nur für spezielle Fächer in die nächst höhere Jahrgangsstufe springen.

 

Sinkenden Schülerzahlen Rechnung tragen:

An der KGS Marienloh wird durch den jahrgangsübergreifenden Unterricht wieder eine ausgewogene Klassenstärke in den Klassen 1 und 2 möglich. So können Lehrerstunden (die der Schule entsprechend der Schüleranzahl und nicht der Anzahl der gebildeten Klassen entsprechend zur Verfügung stehen), effektiver genutzt werden.

 

Beratung/Elternsprechtag

Die Beratungswoche findet vom 26.3. - 29.3.12 nach individueller Terminvergabe statt. Der verbindliche Elternsprechtag ist am 27.3.12.

 

Patenschaften und Dienste

In unserer Schule haben wir seit diesem Schuljahr sogenannte Klassenpatenschaften verabredet. So kümmern sich die Schüler und Schülerinnen der 3. Klassen um die neuen Lernanfänger. Sie schreiben Willkommensbriefe, verabreden sich für die Pausen, zeigen den "Neuen" unseren Schulhof, die Spielmöglichkeiten und Schulregeln für die Pausen. Darüber hinaus können ein gemeinsames Frühstück,  Bastelaktionen oder auch gemeinsame Lesezeiten stattfinden. Nach zwei Jahren sind die ehemaligen Erstklässler dann selbst neue Paten für andere Lernanfänger.

Darüber hinaus übernimmt jede Klasse im Lauf ihrer Schulzeit sog. Dienste im Schulalltag. Dazu gehören z.B. Hofdienst, Aufsicht und Herausgabe der Spielmaterialien im Spielgeräteraum, Kakaodienste, ...

 


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